Qi2 Kabelloses Ladegerät Hersteller China: Fabrik-Guide 2026
Marketing Manager & Founder · 10+ Jahre in Consumer Electronics
Qi2-Ladepads aus China scheitern selten am Preis, sondern an der Spule. Wer Induktivität, Güte und Ansprechzeit der Fremdobjekterkennung nicht vor der Serienfreigabe messen lässt, bezahlt die Abweichung beim Wareneingang — als Ausschuss, Nacharbeit oder Rückruf. Unsere Messung an 50 Einheiten aus Charge #QC-2026-Q2-W93 zeigt, welche acht Werte ein belastbares Prüfprotokoll enthalten muss: von 10,0 µH ±5 % Spuleninduktivität bis unter 180 ms FOD-Ansprechzeit.
Der Markt für kabellose Ladetechnik wächst weiter, und mit ihm die Zahl der Anbieter, die Qi2 im Datenblatt führen, ohne eine eigene Spulenlinie zu betreiben. Für Einkäufer verschiebt das die Prüflast nach vorn: Nicht der Preis entscheidet über die Lieferfähigkeit, sondern die Frage, welche Baugruppen die Fabrik selbst fertigt und welche Messwerte sie aus eigener Produktion vorlegen kann. Dieser Guide bündelt Auswahlkriterien, MOQ-Stufen, FOB-Bänder, Zertifizierungskosten und den Freigabeprozess für Qi2-Ladetechnik aus Shenzhen.
Kernerkenntnisse
Die MOQ für Qi2-Ladetechnik aus China liegt bei 500 Stück für Lagerware mit eigenem Logo — bei Anpassungen an Struktur oder Verpackung steigt sie auf 1.000 bis 2.000, bei neuem Werkzeug nach Kundendesign auf 3.000 Stück. Die Qi2-Zertifizierung kostet 1,20 bis 2,00 USD pro Einheit und muss im Angebot sichtbar sein.
- MOQ 500: gilt nur für Lagerware mit bestehender Form — dieselbe Stückzahl als OEM-Auftrag anzubieten, ist ein Warnsignal.
- FOB-Preis: Qi2-Magnetpad 15 Watt 6,50–9,00 USD bei 500 Stück, 3,50–5,00 USD bei 5.000 Stück, jeweils ab Shenzhen.
- Spulenmessung: 10,0 µH ±5 % Induktivität, Güte über 80, Gleichstromwiderstand rund 95 mΩ — diese drei Werte trennen echte Fabriken von Händlern.
- FOD unter 180 ms: die Ansprechzeit der Fremdobjekterkennung ist das sicherheitsrelevante Kriterium, nicht die Ladegeschwindigkeit.
- AQL 0,65: Abnahmebasis im Normalmodus, 0,25 bei verschärfter Prüfung, dazu vierstündige Alterung an 100 % der Einheiten.
MOQ Lagerware
AQL Normalmodus
FOD-Ansprechzeit
Systemwirkungsgrad
Inhaltsverzeichnis
1. Wie diese Qi2-Hersteller ausgewählt wurden
Das zentrale Auswahlkriterium ist die Fertigungstiefe, nicht der Katalogumfang: Wer Spulenwicklung, PCBA-Bestückung in SMT-Technik und Endmontage in der eigenen Fabrik betreibt, trägt die Toleranz selbst — und legt Messwerte aus eigener Produktion vor statt Nennwerte aus einem Datenblatt.
Der Unterschied zeigt sich erst im Prüfprotokoll. Ein Händler liefert Nennwerte; eine Fabrik mit ISO 9001 liefert Mittelwerte aus einer definierten Charge mit Prüfmittel, Datum und Stichprobenumfang — bei uns 50 Einheiten je Prüflauf. Vier Ausschlusskriterien sortieren in 5 Tagen aus, welche Anbieter überhaupt eine belastbare Antwort geben können.
Vier Ausschlusskriterien vor dem ersten Gespräch
- Keine eigene Spulenlinie: Wer die Sendespule zukauft, kann Induktivitätstoleranzen nicht korrigieren, wenn die Charge abweicht.
- Kein WPC-Mitgliedsstatus: Ohne Mitgliedschaft ist keine Qi2-Zertifizierung mit Auth-IC und Lizenzgebühr möglich — Qi2-kompatibel ist nicht Qi2-zertifiziert.
- Keine Chargenrückverfolgbarkeit: Ohne Protokoll je Charge lässt sich ein Feldproblem später keiner Fertigungsserie zuordnen.
- MOQ-Angabe ohne Fertigungsmodell: Eine MOQ ohne Angabe, ob Lagerware oder neues Werkzeug gemeint ist, ist keine belastbare Angabe.
Warum Prüfmittel die Aussagekraft entscheiden
Die Induktivität einer Qi2-Sendespule wird bei 100 kHz gemessen, die Güte bei 1 Vrms, der Gleichstromwiderstand mit Vierleiter-Kelvin-Messung. Ein Anbieter, der diese drei Größen nennt, arbeitet mit einem LCR-Meter und nicht mit einem Handmultimeter. Fehlen Messfrequenz und Prüfmittel im Protokoll, sind die Werte nicht reproduzierbar.
- Messbedingung statt Nennwert: Induktivität bei 100 kHz, Güte bei 1 Vrms, Gleichstromwiderstand per Vierleiter-Kelvin-Messung.
- Sicherheitsabstände: Kriech- und Luftstrecken sind nach IEC 62368-1 auszulegen; ein Prüfbericht ohne diese Angabe lässt die Schutzklasse offen.
- Prozessfähigkeit: Statt einzelner Stichproben sollten Cpk und Ppk über die gesamte Charge berichtet werden — sie zeigen, ob die Toleranz gehalten wird oder nur ein Ausreißer geprüft wurde.
- Prozessregelung: SPC-Auswertungen der Wickel- und SMT-Linie belegen, dass die Fertigung gesteuert und nicht nur nachträglich geprüft wird.
Für die Auswahl zählt deshalb nicht, ob Qi2 im Katalog steht, sondern ob das Datenblatt erkennen lässt, wie gemessen wurde (gemäß IEEE-/WPC-Industriestandards). Unsere Fabrik dokumentiert die Messbedingungen je Charge, weil ein Feldproblem sonst keiner Fertigungsserie zuzuordnen ist.
2. Fertigungstiefe: Was eine Qi2-Fabrik selbst bauen muss
Eine Qi2-taugliche Fabrik muss vier Stufen selbst beherrschen: Spulenwicklung, PCBA-Bestückung, Gehäusemontage und Endprüfung — fehlt eine Stufe, wird die Toleranz eingekauft.
Die Spulenwicklung ist die kritischste Stufe, weil sie die Induktivität und damit den Wirkungsgrad bestimmt. Wird sie extern gefertigt, verschiebt sich die Toleranzkette: Der Endmontierer misst die Abweichung erst nach der Bestückung und kann sie nicht mehr korrigieren.
Die vier Fertigungsstufen im Überblick
| Stufe | Was geprüft wird | Typische Fremdvergabe |
|---|---|---|
| Spulenwicklung | Windungszahl, Induktivität, Güte, Ferritschirm | Häufig zugekauft — Hauptrisiko |
| PCBA-Bestückung | Leistungsstufe, Gleichrichter, Regelkreis, Ripple | Teilweise extern bestückt |
| Gehäuse und Montage | Spaltmaße, Magnetkraft, Oberfläche | Meist im Haus |
| Endprüfung | Ladeleistung, Fremdobjekterkennung, Temperatur | Nur mit eigenem Prüfplatz belastbar |
*Zuordnung nach Fertigungstiefe der WOWOHCOOL-Produktion in Shenzhen, Stand 2026; Fremdvergabeanteile variieren je Anbieter.
Kapazität ist kein Qualitätsmerkmal
Eine Monatskapazität von einer Million Einheiten sagt nichts über die Toleranzfähigkeit. Entscheidend ist, wie viele Prüfplätze je Linie existieren. Wer eine Million Einheiten im Monat nennt und keine Angabe zur Endprüfung macht, prüft stichprobenartig statt vollständig.
Unsere Produktion in Shenzhen umfasst 5.000 m² nach ISO 9001, über 50 Ingenieure und mehr als eine Million Einheiten pro Monat. Jede Einheit durchläuft einen Alterungstest über vier Stunden — 100 % der Stückzahlen, nicht eine Stichprobe. Ergänzend prüft eine AOI-Station die SMT-bestückten Platinen optisch, bevor sie in die Endmontage gehen.
Aussagekräftiger als jede Kapazitätszahl sind zwei Angaben, die eine Fabrik auf Anfrage liefern sollte: die MTBF aus beschleunigter Alterung und ein FMEA-Protokoll zu den kritischen Bauteilen. Wer beides nicht vorlegen kann, hat die Prozessrisiken nicht systematisch bewertet.
3. MOQ nach Fertigungsmodell: 500, 1.000, 2.000 oder 3.000 Stück
Die MOQ ist keine Produkteigenschaft, sondern eine Frage des Fertigungsmodells: Lagerware startet bei 500 Stück, Kundendesign mit neuer Form bei 3.000.
Diese Logik erklärt, warum zwei Anbieter für dasselbe Qi2-Pad unterschiedliche Mindestmengen nennen, ohne dass einer davon falsch liegt — und warum eine 500er-MOQ bei neuem Werkzeug ein Warnsignal ist. Die Stufe bestimmt zugleich die Lieferzeit, weil Werkzeugbau und Verpackungsdruck eigene Vorläufe haben.
MOQ und Lieferzeit nach Fertigungsmodell
| Modell | MOQ | Muster | Serienfertigung |
|---|---|---|---|
| Lagerware, eigenes Logo und Gehäusefarbe | 500 | 3–7 Tage | 25–35 Tage |
| Designanpassung ohne Verpackungswechsel | 1.000 | 25–45 Tage | 25–35 Tage |
| Designanpassung mit eigener Verpackung | 2.000 | 25–45 Tage | 35–45 Tage |
| Struktur- oder Gehäuseänderung | 2.000 | 25–45 Tage | 35–50 Tage |
| Auftrag nach Kundendesign, bestehende Form | 3.000+ | 7–14 Tage | 30–60 Tage |
| Auftrag mit vollständig neuer Werkzeugform | 3.000+ | — | +2–3 Monate Werkzeugbau |
*Angaben aus der WOWOHCOOL-Produktionsplanung, Stand 2026; Werkzeugbau läuft teilweise parallel zur Musterphase.
Wann sich die 500er-Schiene tatsächlich lohnt
Die 500er-Stufe ist für den Markteintritt gedacht: ein vorhandenes Qi2-Pad mit eigenem Logo, bestehender Gehäusefarbe und bedruckter Lagerverpackung. Sie eignet sich für Pilotchargen, Markttests und den Aufbau erster Bewertungen — nicht für eine dauerhafte Positionierung, weil sich der Stückpreis erst ab 5.000 Einheiten um 10 bis 18 % reduziert.
Wer bei 500 Stück eine eigene Gehäuseform verlangt, verschiebt das Projekt in die 3.000er-Stufe. Der Werkzeugbau rechnet sich bei dieser Stückzahl nicht, und ein Anbieter, der ihn dennoch zum 500er-Preis anbietet, kalkuliert ihn an anderer Stelle ein. In unserer Fabrik in Shenzhen läuft die 500er-Stufe über die Lagerware-Linie; ein OEM-Auftrag mit eigenem Werkzeug ist ein anderes Fertigungsmodell und beginnt erst bei 3.000 Stück.
Kosten, die im Angebot sichtbar sein müssen
Neben dem Stückpreis gehören drei Positionen in jede Kalkulation: die Qi2-Zertifizierung mit 1,20 bis 2,00 USD pro Einheit für Auth-IC und WPC-Lizenzgebühr, die Logoanbringung mit 0,30 bis 0,80 USD pro Einheit und die Verpackung. Ein Preis ohne diese Aufschläge ist kein günstigerer Preis, sondern eine unvollständige Kalkulation.
4. So prüfen Sie einen Qi2-Lieferanten vor der ersten Bestellung
Die Lieferantenprüfung ist in einer Woche belastbar zu schaffen: fünf Werktage für das Dokumentenpaket, sieben bis zehn Tage für die Mustervermessung — parallel, nicht nacheinander.
Der übliche Fehler ist die Reihenfolge: Erst wird bestellt, dann geprüft. Dabei kostet der Aufwand weniger als eine Woche Verzögerung im Projektplan und deutlich weniger als die Nacharbeit an der ersten Charge — bei einer Fabrik ohne dokumentierte Endprüfung ist das der einzige Schutz.
Dokumentenprüfung: fünf Werktage, vier Register
- WPC-Mitgliedschaft: Der Mitgliedsstatus ist Voraussetzung für eine Qi2-Zertifizierung mit Auth-IC; er ist beim Wireless Power Consortium hinterlegt.
- Qi2-Prüfbericht: Prüfbericht mit Chargenbezug und Angabe des Prüflabors — nicht das Marketing-PDF.
- Konformitätserklärung: CE-Erklärung mit den Richtliniennummern für LVD und EMV sowie, bei batteriehaltigen Produkten, die EU-Batterieverordnung 2023/1542.
- WEEE-Registrierung: Für das Inverkehrbringen in Deutschland ist die WEEE-Registrierungsnummer über die stiftung ear prüfbar.
Musterprüfung: sieben bis zehn Tage
Bestellen Sie drei Muster aus der späteren Serienlinie und messen Sie selbst oder über einen Dritten — so wie wir es bei jeder Kundenfreigabe in unserer Produktion tun. Geprüft werden Induktivität, Güte, Gleichstromwiderstand, Fremdobjekterkennung, Wirkungsgrad und Oberflächentemperatur bei 15 W Dauerlast (Volllast) über eine Stunde.
Vorabinspektionen durch Dritte kosten 300 bis 800 USD pro Termin. Bei einer Charge von 10.000 Einheiten ist das der günstigste Teil der Beschaffung — ein Rückruf liegt schnell im fünfstelligen Bereich. Zusätzlich lohnt die Frage nach der DOA-Quote: Sie zeigt, wie viele Geräte schon beim Wareneingang ausfallen, bevor die Serie überhaupt im Feld ist.
Was ein Audit vor Ort zusätzlich zeigt
Ein Werksaudit beantwortet die Frage, die kein Dokument beantworten kann: Wird die Endprüfung tatsächlich an jeder Einheit durchgeführt — einschließlich des vierstündigen Alterungstests? Nachweisbar ist das über die Prüfplätze im Verhältnis zur Linienkapazität, über die Kalibrierung der Messgeräte und über die Chargenprotokolle der letzten Monate. Eine Fabrik mit ISO 9001 führt diese Protokolle nachweisbar; ohne Zertifizierung bleibt die Endprüfung eine Zusage. Unsere Produktion legt sie jedem Audit offen vor.
Für die Auswahl relevant ist zudem die Frage nach dem Prüfmittel: Ein LCR-Meter für die Spulenmessung, eine Kelvin-Messung für den Gleichstromwiderstand und eine Thermalkamera für die Oberflächentemperatur. Fehlt eines davon, entfällt der entsprechende Messwert im Protokoll.
5. Qi2-Zertifizierung: Welche Nachweise Einkäufer verlangen
Gefordert ist kein einzelnes Zertifikat, sondern ein Paket: WPC-Prüfbericht, CE-Konformitätserklärung nach IEC 62368-1, RoHS-Nachweis und bei batteriehaltigen Produkten UN38.3 — zusammen 2.500 bis 4.500 USD in vier bis sechs Wochen.
Für das Qi2-Logo gilt eine Besonderheit: Der Auth-IC und die WPC-Lizenzgebühr kosten 1,20 bis 2,00 USD pro Einheit. Ein Anbieter, dessen Kalkulation diesen Posten nicht enthält, verkauft entweder Qi2-kompatible Ware ohne Lizenz oder hat ihn verdeckt eingerechnet.
Was welcher Nachweis kostet und wie lange dauert
| Nachweis | Kosten (USD) | Dauer |
|---|---|---|
| Qi2-Labortest je Modell | 3.000–5.000 | 4–8 Wochen |
| WPC-Mitgliedschaft | 5.000–25.000 / Jahr | laufend |
| CE, FCC, RoHS und UN38.3 als Paket | 2.500–4.500 | 4–6 Wochen |
| CE nach LVD und EMV einzeln | 1.500–3.500 | 2–4 Wochen |
| WEEE-Registrierung Deutschland | rund 200 / Jahr | 2–3 Wochen |
*Kosten und Laufzeiten aus der WOWOHCOOL-Zertifizierungsplanung, Stand 2026; Laborpreise variieren nach Prüfumfang und Serienlänge.
Zertifiziert ist nicht gleich kompatibel
Qi2 nutzt das Magnetic Power Profile (MPP) mit magnetischer Ausrichtung; Qi-Geräte arbeiten im EPP oder BPP ohne Magnetfeld und laden entsprechend langsamer. Qi2-kompatible Geräte führen weder das Qi2-Logo noch den Auth-IC und zahlen keine Lizenzgebühr. Sie sind 1,00 bis 1,50 USD pro Einheit günstiger und dürfen die Marke nicht tragen. Für Handelsmarken mit eigenem Markenaufbau ist das ein Risiko, weil eine Reklamation am Magnetsystem dann keine Zertifizierungsgrundlage hat.
Bei batteriehaltigen Produkten kommen zwei weitere Nachweise hinzu. Die EU-Batterieverordnung 2023/1542 verlangt je nach Rolle des Wirtschaftsakteurs Angaben zu Kohlenstoffbilanz, Recyclinganteil und Sorgfaltspflichten. Für Produkte aus chinesischer Fertigung gilt zusätzlich GB 47372-2026, die chinesische Sicherheitsanforderung für Powerbanks — eine Fabrik muss sie halten, auch wenn ausschließlich exportiert wird. Für Importeure heißt das, die Rolle des Lieferanten schriftlich zu klären, bevor die erste Charge verschifft wird.
6. Spulen- und FOD-Checks vor der Serienfreigabe
Das Freigabeprotokoll besteht aus acht Messwerten: Induktivität 10,0 µH ±5 %, Güte über 80, Gleichstromwiderstand 95 mΩ ±8 %, Ferritpermeabilität 2.300, FOD unter 180 ms, Erwärmung höchstens 17,5 °C, Wirkungsgrad 82–85 % und Restwelligkeit (Ripple) unter 25 mVpp.
Diese Werte stammen aus unserer Messung an 50 Einheiten aus Charge #QC-2026-Q2-W93, geprüft vom 14. bis 16. Mai 2026 im eigenen QC-Labor in Shenzhen. Sie sind als Freigabegrenzen verwendbar: Wer sie als Abnahmekriterium in den Vertrag schreibt, verhandelt nicht mehr über Lieferzeiten, sondern über messbare Toleranzen.
Die acht Freigabewerte im Detail
| Parameter | Messwert | Prüfmittel |
|---|---|---|
| Induktivität Sendespule | 10,0 µH ±5 % bei 100 kHz | LCR-Meter (Keysight E4980A) |
| Güte der Spule | über 80 bei 100 kHz, 1 Vrms | LCR-Meter |
| Gleichstromwiderstand | 95 mΩ ±8 % | Vierleiter-Kelvin-Messung |
| Ferritschirm | Permeabilität 2.300 (MnZn) | IEC 62044-2 |
| Fremdobjekterkennung | unter 180 ms | WPC-Prüfverfahren, 1.000 Einheiten |
| Erwärmung bei 15 Watt, 1 Stunde | +17,5 °C über Umgebung | Thermalkamera (FLIR E8), 25 °C Raumtemperatur |
| Systemwirkungsgrad bei 15 Watt | 82–85 % | DC-Last (Chroma 63600) und Oszilloskop (Tektronix MDO3024) |
| Ausgangsripple der 5-Volt-Schiene | unter 25 mVpp bei 15 Watt | Oszilloskop, 20 MHz Bandbreite |
*Mittelwerte aus 50 Einheiten, Charge #QC-2026-Q2-W93, WOWOHCOOL QC-Labor Shenzhen, 14.–16. Mai 2026.
Warum die FOD-Zeit das sicherheitsrelevante Kriterium ist
Die Fremdobjekterkennung erkennt Metall auf der Ladespule und unterbricht die Leistungsübertragung. Bei einem Schlüsselbund oder einer Münze entscheidet die Ansprechzeit darüber, wie stark sich das Objekt erwärmt. Ein Wert unter 180 ms liegt im Bereich, in dem die Erwärmung thermisch unkritisch bleibt; langsamere Regelkreise führen zu messbarer Erwärmung am Fremdobjekt.
Für die Abnahme heißt das: Die FOD-Zeit gehört in das Prüfprotokoll und in den Vertrag, nicht nur die Ladeleistung am Telefon.
Expertenwissen
„Ein Qi2-Pad, dessen Fremdobjekterkennung langsamer als 180 Millisekunden reagiert, ist kein Ausreißer in der Serie, sondern ein Konstruktionsmerkmal. Diese Zeit lässt sich nicht durch Endkontrolle reparieren — sie steht fest, sobald Regelkreis und Ferritschirm festgelegt sind. Deshalb gehört die Messung ins Musterprotokoll, nicht in die Wareneingangsprüfung.“
— Snowy May, Marketing Manager & Founder, WOWOHCOOL
7. Fertigungsstandort: Shenzhen oder Dongguan?
Der Fertigungsstandort ist kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Kosten- und Reaktionszeitfaktor: Shenzhen bietet die dichtere Zulieferkette für Halbleiter und Prüfdienstleistungen, Dongguan günstigere Flächen und Lohnkosten — für Qi2 entscheidet die Nähe zu Prüflaboren, nicht der Quadratmeterpreis.
Der Unterschied wirkt sich auf die Iterationsgeschwindigkeit aus: Muss eine Spule neu gewickelt und erneut gemessen werden, kostet jede Fahrt ins Prüflabor Zeit. In Shenzhen liegen Prüfdienstleister und Bauteilzulieferer in kurzer Entfernung, was die Musterphase verkürzt.
Was Sie bei der Standortprüfung abfragen sollten
- Entfernung zum Prüflabor: Für Qi2-Laborprüfungen und Nachmessungen entscheidend.
- Zulieferer für Ferrit und Spulendraht: Kurze Wege verkürzen Reaktionszeiten bei Toleranzabweichungen.
- Werkzeugbau im Haus oder extern: Bei externem Werkzeugbau verlängert sich die Musterphase um Abstimmungsrunden — eine vollständig neue Form kostet allein 2 bis 3 Monate Werkzeugbau.
- Prüfplatzkapazität je Linie: Aussagekräftiger als die Gesamtkapazität in Einheiten pro Monat.
Warum der Standort allein keine Qualität garantiert
Dieselbe Region beherbergt Fabriken mit vollständiger Endprüfung und reine Montagebetriebe, die zugekaufte Module verbauen. Die Entscheidung fällt über Fertigungstiefe und Prüfprotokolle, nicht über die Postleitzahl — eine Fabrik mit ISO 9001 und dokumentierter Endprüfung ist im Audit prüfbar, ein Montagebetrieb mit derselben Postleitzahl nicht.
8. Vom Muster zur Serienlieferung
Der Freigabeprozess besteht aus vier Stufen: Muster, Messprotokoll, Golden Sample und Serienabnahme nach AQL — jede Stufe endet mit einer schriftlichen Freigabe, nicht mit einer mündlichen Zusage.
Die vierte Stufe wird am häufigsten übersprungen. Dabei entscheidet die Abnahmebedingung darüber, was bei einer Abweichung passiert: Nacharbeit, Preisnachlass oder Rückweisung der Charge.
Die vier Freigabestufen
| Stufe | Ergebnis | Zeitrahmen |
|---|---|---|
| Muster | 3 Einheiten aus der Serienlinie | 3–7 Tage bei Lagerware |
| Messprotokoll | 8 Messwerte gegen die Freigabegrenzen | 7–10 Tage |
| Golden Sample | Referenzmuster, beidseitig versiegelt | mit Musterfreigabe |
| Serienabnahme | AQL 0,65 normal / 0,25 verschärft | 2–3 Tage, parallel zur Fertigung |
*Zeitrahmen aus der WOWOHCOOL-Produktionsplanung, Stand 2026.
Was im Vertrag stehen muss
Vier Angaben gehören in die Abnahmeklausel: die acht Messwerte mit Toleranzbändern, der AQL-Wert nach ISO 2859-1 für Normal- und verschärften Modus, der vierstündige Alterungstest an 100 % der Einheiten und das Verfahren bei Abweichung. Ohne diese vier Punkte bleibt die Qualitätszusage unprüfbar.
Unsere Produktion prüft in vier Stufen von der Wareneingangs- über die Zwischen- bis zur End- und Ausgangsprüfung, mit AQL 0,65 im Normalmodus und 0,25 bei verschärfter Prüfung. Die Ausschussquote liegt unter 0,3 % bei einer Ausbeute über 98 % und einer Termintreue über 97 %. In der Fabrik in Shenzhen gilt diese Abnahme seit 2013 unabhängig davon, ob es sich um einen ODM- oder einen OEM-Auftrag handelt.
Ein Fall aus der Praxis
Für Jacob Jensen Fertigung wurde ein magnetischer Qi2-Kfz-Halter mit doppelter Sensorik in kompaktem Bauraum benötigt — eine Anforderung, an der andere Anbieter nach Angaben des Kunden gescheitert waren. Geliefert wurden 6.000 Einheiten ohne Reklamation. Entscheidend war nicht der Preis, sondern die Messung der Spulenwerte vor der Serienfreigabe.
9. Fazit: Fünf Werte entscheiden über die Lieferfähigkeit
Der Preis ist bei Qi2-Ladetechnik aus China nicht das trennende Merkmal, sondern die Frage, welche Messwerte ein Anbieter aus eigener Produktion vorlegt. Fünf Angaben genügen für die Vorauswahl: MOQ-Stufe mit benanntem Fertigungsmodell, Induktivität mit Toleranz, FOD-Ansprechzeit, AQL-Wert und Alterungstest am Gesamtvolumen.
Wer diese fünf Punkte vor der ersten Bestellung klärt, verhandelt anschließend über Toleranzen statt über Nacharbeit. Ein Anforderungsblatt an zwei bis drei Anbieter, das genau diese Werte abfragt, trennt eine Fabrik mit ISO 9001 in 5 Tagen von einem reinen Händler — die Antworten unterscheiden sich deutlicher als die Preise.
Qi2-Ladepad: Anforderungsprofil für Einkäufer
Certifications
- Qi2 nach WPC-Prüfprogramm
- CE nach LVD und EMV
- RoHS und UN38.3
- WEEE-Registrierung nach ElektroG
Manufacturing & MOQ
- MOQ: 500 Stück (Lagerware)
- Musterzeit: 3–7 Tage
- Serienfertigung: 25–35 Tage
- FOB Shenzhen: 6,50–9,00 USD (500 Stück)
Quality Standards
- AQL 0,65 normal / 0,25 verschärft
- Alterungstest 4 Stunden an 100 %
- FOD unter 180 ms
- Ausschuss unter 0,3 %
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie hoch ist die MOQ für Qi2-Ladegeräte aus China?
Die MOQ liegt bei 500 Stück für Lagerware mit eigenem Logo und eigener Gehäusefarbe. Entscheidend ist, wer das Design stellt: Bei vorhandener Plattform und bestehender Form startet die Bestellung bei 500 Einheiten, bei Anpassungen an Struktur oder Verpackung bei 1.000 bis 2.000 Stück, und bei vollständig neuem Werkzeug nach Kundendesign bei 3.000 Stück aufwärts. Wird die 500er-Schwelle als OEM-Auftrag angeboten, ist das ein Warnsignal, denn ein neues Werkzeug rechnet sich bei dieser Stückzahl nicht.
Was kostet ein Qi2-Ladegerät ab Fabrik in China?
Ein Qi2-Magnetpad mit 15 Watt liegt ab Werk Shenzhen bei 6,50 bis 9,00 USD für 500 Stück und fällt auf 3,50 bis 5,00 USD bei 5.000 Stück. Eine faltbare 3-in-1-Station startet bei 12,00 bis 16,00 USD und erreicht 7,00 bis 11,00 USD in der 5.000er-Staffel, ein magnetischer Kfz-Halter liegt zwischen 8,00 und 12,00 USD. Hinzu kommt die Qi2-Zertifizierung mit 1,20 bis 2,00 USD pro Einheit für Auth-IC und WPC-Lizenzgebühr — ein Angebot ohne diesen Aufschlag ist entweder nicht zertifiziert oder kalkuliert ihn nicht ein.
Wie lange dauert die Produktion eines Qi2-Ladegeräts?
Bei Lagerware mit eigenem Logo dauert die Serienfertigung 25 bis 35 Tage, das Muster ist in 3 bis 7 Tagen fertig. Wird eine eigene Verpackung gedruckt, steigt die Produktionszeit auf 35 bis 45 Tage, bei geänderten Strukturteilen auf 35 bis 50 Tage. Ein Auftrag nach Kundendesign mit bestehender Form benötigt 30 bis 60 Tage, mit vollständig neuer Werkzeugform kommen zwei bis drei Monate Werkzeugbau hinzu. Tür zu Tür nach Deutschland sind bei 500 Einheiten inklusive Seefracht rund 10 bis 12 Wochen realistisch.
Woran erkennt man einen seriösen Qi2-Lieferanten?
Ein seriöser Lieferant legt acht Messwerte offen: Spuleninduktivität von 10,0 µH mit 5 % Toleranz, Güte über 80, Gleichstromwiderstand um 95 mΩ, Fremdobjekterkennung unter 180 ms, Systemwirkungsgrad von 82 bis 85 % und maximal 17,5 °C Erwärmung bei 15 Watt Dauerlast. Zusätzlich nennt er AQL 0,65, einen Alterungstest über vier Stunden an jeder Einheit und eine Ausschussquote unter 0,3 %. Wer diese Werte nicht aus eigener Messung vorlegen kann, verkauft zugekaufte Ware. Wir legen unser Prüfprotokoll aus Charge #QC-2026-Q2-W93 jedem Angebot bei und antworten in 4 Arbeitsstunden.
Qi2-Ladepad OEM mit Spulen-Prüfprotokoll
Acht Messwerte aus Charge #QC-2026-Q2-W93 zum Abgleich mit Ihren Freigabegrenzen, MOQ ab 500 Stück Lagerware, FOB Shenzhen. Antwort in 4 Arbeitsstunden.
Quellen & Referenzen
- Wireless Power Consortium — Qi2-Standard, Zertifizierungsprogramm und Mitgliederverzeichnis
- Verordnung (EU) 2023/1542 über Batterien und Altbatterien — EUR-Lex
- IEC 62368-1 — Safety requirements for audio/video, information and communication technology equipment
- ISO 2859-1 / ANSI Z1.4 — Sampling procedures for inspection by attributes (AQL)
- GB 47372-2026 — Safety Technical Specification for Power Banks (China)
- stiftung ear — Herstellerverzeichnis und WEEE-Registrierung nach ElektroG
- Marktüberwachung in Deutschland — BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz)