Compliance · Sicherheit · Normen

Ladegeräte-Sicherheitsnormen 2026: IEC 62368-1 & ProdSG für OEM

Nina Nico, Sales Managerin, OEM/ODM & Compliance Expertin bei WOWOHCOOL
Nina Nico

Sales Managerin · 10+ years in OEM/ODM & Compliance

14 min Lesezeit Nina Nico

In der Ladegeräte-Branche ist Sicherheit kein Feature, sondern der rechtliche Schutzschild Ihrer Marke. Mit GaN-Ladegeräten, die immer höhere Leistung in kleinere Gehäuse packen, war thermische und elektrische Sicherheit nie kritischer als heute. Dieser Leitfaden zeigt DACH-Importeuren, welche Normen Pflicht sind, wo Marktüberwachungsbehörden 2026 prüfen und wie Sie Rückrufe von Anfang an vermeiden.

Sicherheitsstandards für Ladegeräte 2026: CE, IEC 62368-1, EN 62368-1 und UL 94 V-0 Leitfaden für DACH-Importeure | WOWOHCOOL

AUF EINEN BLICK

IEC 62368-1 ersetzt seit 2020 die alten EN 60950/60065-Normen. UL 94 V-0 ist fur DACH-Hotels mit Brandschutzauflagen faktisch Pflicht. Diese Ubersicht fasst die kritischen Sicherheitsnormen fur OEM-Importeure zusammen.

  • IEC/EN 62368-1: Produktsicherheitsnorm fur IT-/AV-Geräte -- Pflicht fur jedes Netzteil, ersetzt EN 60950 und EN 60065
  • UL 94 V-0: Brandschutzgehause selbstverlöschend in <10 Sekunden -- DACH-Hotels und MBO Paragraph 41 machen V-0 unverzichtbar
  • GS-Zeichen: Freiwillig, aber starkstes Retail-Vertrauenssignal -- erfordert Baumusterprufung nach ProdSG Paragraph 6 durch TUV oder VDE
  • GaN-Thermomanagement: GaN-Ladegeräte werden 40 % kleiner -- dadurch 15-20 GradC höhere Gehäusetemperatur, thermische Prüfung kritisch
  • Produkthaftung: Ohne GS-Zeichen haften Importeure persönlich nach ProdSG Paragraph 4 -- Rückrufe kosten 650.000-2,5 Mio. EUR

⚠ Aktuelle Lage 2025–2026

Das EU Safety Gate-Schnellwarnsystem (vormals RAPEX) verzeichnete 2025 laut dem Jahresbericht der Europäischen Kommission mit 4.671 Warnmeldungen einen neuen Höchststand (+14 % gegenüber 2024, mehr als doppelt so viele wie 2022). Elektrogeräte, darunter Ladegeräte, USB-Netzteile und Powerbanks, machten rund 11 % aller Meldungen aus und sind die dritthäufigste Gefahrenkategorie. Die häufigsten Beanstandungen: fehlerhafte EN 62368-1-Isolation, Brandgefahr durch nicht-flammhemmende Gehäuse, Bleilot mit bis zu 89 % Bleianteil (RoHS-Verstoß) und fehlende deutschsprachige Bedienungsanleitung. Etwa 40 % der erstmaligen Konformitätsprüfungen scheitern an mindestens einem kritischen Punkt. Die Bundesnetzagentur hat zudem 2024 die Marktüberwachung für USB-PD-Ladegeräte deutlich intensiviert.

WOWOHCOOL FAKT

Alle WOWOHCOOL-Produkte durchlaufen eine 4-stufige Qualitätsprüfung mit 100% Aging-Test. Wir halten CE, RoHS, UN38.3, IEC 62368-1 und unterstützen unsere Kunden bei der EPREL-Registrierung und EPR-Anmeldung für den EU-Markt. ISO 9001 zertifiziert, 5.000 m² Produktionsfläche in Shenzhen, seit 2013.

1. IEC 62368-1: Die globale Sicherheitsbasis

IEC 62368-1 hat sich als universelle Sicherheitsnorm für Audio/Video- und Informationstechnik-Geräte etabliert und ersetzt die älteren Normen IEC 60950-1 (IT-Equipment) und IEC 60065 (Consumer Electronics). Alle großen Märkte folgen heute diesem Basisstandard: EN 62368-1 in der EU (harmonisiert mit der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU), UL 62368-1 in den USA, CSA-C22.2 Nr. 62368-1 in Kanada.

Wichtige Frist 2027: Die Vierte Auflage (Fourth Edition) von IEC 62368-1 wird am 15. Februar 2027 verbindlich, bestätigt durch die SGS-Zertifizierungsstelle und die IEC. Komponenten, die bisher nach IEC 60950-1 oder IEC 60065 zertifiziert waren, werden nicht mehr akzeptiert, alle Bauteile müssen neu nach IEC 62368-1 zugelassen sein. DACH-Importeure, die jetzt Tooling auflegen, sollten unbedingt direkt auf die Vierte Auflage entwickeln lassen, um Nacharbeit zu vermeiden.

Was die Norm regelt

  • Brandschutz: Selbstverlöschende Gehäusematerialien gemäß UL 94. Klassifizierung V-0 verlöscht in unter 10 Sekunden ohne brennende Tropfen, V-1 ist das gesetzliche Minimum, V-0 der Industriestandard für GaN.
  • Berührungsschutz: Mindestens 4 mm Kriechstrecke bei Basisisolierung, dreischichtig isolierte Wicklung bei Trafos. Zugängliche Flächen dürfen unter Fehlerbedingung kein gefährliches Berührungspotenzial führen.
  • Energiegefahren: Begrenzung der gespeicherten Energie in Sekundärkreisen, definierte Entladewege bei Trennvorgängen.
  • Strahlungsschutz: Relevant für Geräte mit Laser- oder LED-Beleuchtung (z. B. Wireless Charger mit Nachtlicht).

2. EU & DACH: CE, EN 62368-1 & GS-Zeichen für Unternehmen

Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz Ladegeräte verkauft, muss die CE-Kennzeichnung anbringen. CE ist eine Selbstdeklaration des Herstellers (oder des EU-Inverkehrbringers), keine Prüfung durch eine Behörde. Der Hersteller erstellt eine Konformitätserklärung (DoC) und führt eine technische Dokumentation, die der Marktüberwachung auf Anfrage vorgelegt werden muss.

Die wichtigsten EU-Richtlinien für Ladegeräte

RichtlinieAnwendungHarmonisierte Norm
Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EUGeräte 50–1000 V AC / 75–1500 V DCEN 62368-1
EMV-Richtlinie 2014/30/EUFunkstörfestigkeit, EmissionEN 55032, EN 55035
RoHS 2011/65/EUSchadstoffbeschränkungEN 50581
ErP-Richtlinie 2009/125/EGExterner Netzteil-WirkungsgradVO (EU) 2019/1782 (Level VI)
Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EUWireless Charger, Bluetooth-ModuleEN 300 328, EN 301 489
Batterieverordnung (EU) 2023/1542Powerbanks, eingebaute AkkusSchrittweise ab 2025/2027

GS-Zeichen: Der DACH-Vertrauensanker

Das GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit") nach §21 ProdSG ist freiwillig, in der Praxis aber kommerziell entscheidend. Es wird von akkreditierten Stellen wie TÜV Rheinland, TÜV SÜD, VDE oder Dekra vergeben und beinhaltet:

  • Vollständige Produktprüfung nach EN 62368-1 inklusive Fehlersimulation
  • Fertigungsstättenaudit nach ISO 9001-ähnlichen Kriterien
  • Jährliche Nachkontrollen mit Stichprobenkauf aus dem Handel
  • Gültigkeit 5 Jahre, Verlängerung möglich

Mediamarkt, Saturn, Otto, Cyberport und große Amazon-Verkäufer fordern faktisch GS für sicherheitskritische Elektronik. Ohne GS ist der Zugang zum stationären DACH-Einzelhandel nahezu verschlossen. Mehr zum EU-Zertifizierungsprozess →

„Das CE-Zeichen ist ein Versprechen des Herstellers, das GS-Zeichen ein Versprechen einer unabhängigen Prüfstelle. Bei einem Schadensfall zählt die Beweislast, und die ist mit GS-Zeichen deutlich einfacher zu führen. Importeure, die nur auf CE setzen, tragen ein kalkulierbares, aber vermeidbares Risiko."

, Nina Nico, Sales Managerin & Compliance-Spezialistin, WOWOHCOOL

2b. Vollstaendige Technical File: Die 8-Punkte-Checkliste fuer Importeure

Die EU-Marktueberwachungsverordnung 2019/1020 verpflichtet Importeure, auf Anfrage der Behoerde (BNetzA, Zoll) innerhalb von 10–30 Tagen eine vollstaendige Technical File vorzulegen. Fehlt sie, droht CE-Entzug und Rueckruf. Hier die 8 Pflichtdokumente:

#DokumentDetail
1ProduktbeschreibungModellnummer, Nenneingang/-ausgang, vorgesehene Installationsumgebung
2Schaltplan & PCB-LayoutSchutzschaltungen, Isolationsbarrieren, Kriech-/Luftstrecken
3Stueckliste (BOM)Alle sicherheitskritischen Komponenten mit IEC 62368-1 Ed.4 Zertifikaten
4HBSE-GefaehrdungsanalyseEnergiequellen-Klassifizierung (ES1/ES2/ES3), Schutzmassnahmen
5Akkreditierter PruefberichtVon ISO/IEC 17025 Labor, gegen EN IEC 62368-1:2020+A11:2021
6EU-Konformitaetserklaerung (DoC)Im Namen des Importeurs – nicht der Fabrik. Referenziert 2014/35/EU
7CE-Kennzeichnung & LabelCE-Zeichen, Nenneingang/-ausgang, Herstelleradresse, Herkunftsland
8BedienungsanleitungSicherheitshinweise in DE/EN, GPSR-konform, Entsorgungshinweis

Aufbewahrungspflicht: 10 Jahre nach dem letzten Inverkehrbringen des Produkts. CE ist nur gueltig, wenn ALLE zutreffenden Richtlinien erfuellt sind – nicht nur LVD. Deutsche Behoerden pruefen gezielt die Vollstaendigkeit von LVD+EMC+RoHS+ErP Technical Files.

Red Flags bei der Zertifikatspruefung

  • FCC-Report statt EN-Normen: US-FCC-Pruefberichte ersetzen keine EU-Konformitaetsbewertung.
  • EN 55024 (veraltet): Diese Norm wurde durch EN 55035 ersetzt. EN 55024-Berichte sind nicht mehr gueltig.
  • DoC nur mit LVD: Fehlen EMC- und ErP-Verweise, ist die CE-Kennzeichnung ungueltig.
  • Komponenten nur nach IEC 60950-1: Seit 20.12.2020 werden keine 60950-1-Komponentenzertifikate mehr akzeptiert.
  • Pruefaufbau unrealistisch: 0,1m Kabel statt realer Installationslaenge – Bericht ist wertlos.

3. ProdSG-Pflichten für Unternehmen

Das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) hat 2021 die Verantwortung des Importeurs deutlich geschärft. Wer Ladegeräte aus China nach Deutschland einführt, gilt rechtlich als Inverkehrbringer und übernimmt die volle Herstellerhaftung gegenüber Behörden und Endverbrauchern. Die wichtigsten Pflichten:

  • Name & Anschrift auf Produkt oder Verpackung: Vollständige Postanschrift des EU-Inverkehrbringers (Postfach reicht nicht).
  • Deutschsprachige Bedienungsanleitung & Sicherheitshinweise: Pflicht nach §3 ProdSG, auch bei reinem Online-Handel.
  • Risikobeurteilung & Technische Dokumentation: 10 Jahre Aufbewahrungspflicht nach letzter Inverkehrbringung.
  • Meldepflicht: Bekannt werdende Sicherheitsrisiken müssen unverzüglich an die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gemeldet werden.
  • Marktüberwachung: Bei Aufforderung müssen Konformitätserklärung und Prüfberichte binnen 10 Werktagen vorgelegt werden.

Bußgeldrahmen

Verstöße gegen das ProdSG kosten bis zu 100.000 EUR pro Verstoß. Bei Personenschäden greift zusätzlich die Produkthaftung nach ProdHaftG mit verschuldensunabhängiger Haftung bis 85 Millionen EUR. Eine Produkthaftpflichtversicherung ist für Unternehmen damit faktisch Pflichtbestandteil der Risikokalkulation.

4. Nordamerika & APAC: UL, CSA, PSE, KC für OEM

Auch wenn DACH der Heimatmarkt ist, exportieren viele Importeure ihre eigene Marke weiter, typisch in die USA über Amazon FBA oder nach Japan. Die wichtigsten Märkte im Überblick:

MarktPflichtzeichenNormBearbeitungszeit
USAUL Listed / ETL + FCCUL 62368-1, FCC Part 15B10–14 Wochen
KanadacUL / cETLCSA-C22.2 Nr. 62368-1parallel zu UL
JapanPSE DiamondDENAN-Gesetz8–12 Wochen
SüdkoreaKCK 62368-18–10 Wochen
UK (Post-Brexit)UKCA (CE bis 2027 toleriert)BS EN 62368-12–4 Wochen

Eine wichtige Klarstellung: FCC und CE sind nicht gegenseitig anerkannt. Wer auch in die USA exportiert, muss separat FCC-Tests durchführen lassen, der Funkstörspektrumtest ist zudem anders gestaltet als bei EN 55032.

5. Kritische Schutzmechanismen: Qualitätsanforderungen

In jedem hochwertigen Ladegerät arbeiten mehrere Schutzschichten redundant zusammen. Fällt eine aus, übernimmt die nächste. Diese Mehrschichtigkeit ist nicht nur Best Practice, sie ist von EN 62368-1 für die Bewertung von Single-Fault-Conditions direkt gefordert.

SchutzFunktionWarum es zählt
OVPÜberspannungsschutzVerhindert Endgeräteschäden, eliminiert Gewährleistungsforderungen
SCPKurzschlussabschaltungSofortiges Abschalten bei beschädigten Kabeln, Amazon-Pflicht
OTPÜbertemperaturschutzBei GaN unverzichtbar, Throttle bei 80°C, Shutdown bei 105°C
OCPÜberstromschutzBegrenzt Strom bei Kurzschluss am Ausgang
FODFremdkörpererkennungErkennt Metallobjekte bei kabellosen Ladegeräten (Qi2 MPP)
Thermische Sicherheitsprüfung eines GaN-Ladegeräts im Prüflabor | WOWOHCOOL

6. Prüffehler: 40% der Erstvorlagen scheitern

Etwa 40% der erstmaligen Konformitätsprüfungen unerfahrener Hersteller scheitern an mindestens einem kritischen Punkt. Die fünf häufigsten Gründe, und wie sie sich vermeiden lassen:

  1. Brandgehäuse versagt: Das Gehäuse entflammt im Fault-Test. Ursache: nicht-flammhemmende oder recycelte Kunststoffe. Lösung: UL 94 V-0 mit dokumentiertem 850°C-Glühdrahttest, kein Recyclat.
  2. Temperaturgrenzwerte überschritten: Zugängliche Flächen heißer als 77°C. Lösung: Thermal Pads, ausreichende Wärmesenken, OTP-Shutdown bei 105°C, validierte Wärmesimulation.
  3. Spannungsfestigkeit unzureichend: Isolation bricht beim 1500V-AC-Test durch. Lösung: Kriechstrecke ≥4 mm bei Basisisolierung, dreischichtig isolierter Wickeldraht (TIW).
  4. Single-Fault-Versagen: Beim simulierten Ausfall einer Komponente entsteht Gefahr statt sicherer Abschaltung. Lösung: Redundante Schutzkreise. Jede Sicherheitsfunktion braucht ein Backup.
  5. Mechanische Festigkeit: Risse im Gehäuse, lockere USB-Buchsen oder abgebrochene Schuko-Stifte unter Belastung. Lösung: Ultraschallverschweißte Nähte, Thermokleber bei Innenkomponenten, Drop-Test über 1 m bei Powerbanks.
Feuerfeste Sicherheitsverpackung für Powerbanks und Ladegeräte nach UN38.3 und UL 94 V-0 | WOWOHCOOL

7. Zertifizierungskosten für Unternehmen

Geschätzte Gesamtkosten inklusive Prüflaborgebühren, Dokumentation, Werksaudit und Übersetzungen. Tatsächliche Kosten variieren je nach Produktkomplexität und gewähltem Labor (TÜV Rheinland, TÜV SÜD, VDE liegen meist 15–25% über Intertek oder Bureau Veritas).

ProdukttypEU (CE)EU + GSEU + USAZeitrahmen
USB-Ladegerät (5–30 W)5.000–10.000 €8.000–14.000 €11.000–20.000 €6–10 Wochen
GaN-Ladegerät (45–100 W)7.000–13.000 €10.000–18.000 €16.000–27.000 €10–14 Wochen
Wireless Charger (Qi2)7.000–12.000 €10.000–16.000 €14.000–23.000 €10–14 Wochen
Powerbank (10.000–27.000 mAh)6.000–11.000 €9.000–15.000 €13.000–22.000 €8–14 Wochen
Autoladegerät7.000–12.000 €10.000–16.000 €14.000–24.000 €10–14 Wochen

Spar-Tipp: Bei OEM-Bestellung übernimmt WOWOHCOOL für viele Standardmodelle die EU-Konformitätsprüfung, Sie erhalten die Prüfberichte und CE-DoC inklusive und können diese auf Ihre EU-Inverkehrbringer-Adresse umschreiben lassen. Lesen Sie auch unseren Ratgeber zu Ladegerät-Import aus China: Zoll & Zertifikate →

7b. Zertifizierungspfade im Vergleich: CB Scheme vs CE vs ENEC

Nicht jeder Zertifizierungsweg ist fuer jedes Geschaeftsmodell sinnvoll:

PfadReichweiteKostenIdeal fuer
CE-SelbstdeklarationNur EU3.000-6.000 USDEinzelmarkt-Importeure
CB Scheme (IECEE)50+ Laender2.000-4.000 USDMulti-Markt OEMs (empfohlen!)
ENECEU + Premium5.000-10.000 EURTier-1 Retailer (MediaMarkt/Saturn)
Multi-MarktGlobal8.000-15.000 USDAmbitionierte Exportmarken

Praxistipp: Fordern Sie vom Hersteller einen CB Test Report + Zertifikat (IEC 62368-1) an. Dieser laesst sich in CE, UKCA, KC, RCM und andere nationale Zertifizierungen umwandeln. WOWOHCOOL stellt CB-Reports fuer alle OEM/ODM-Produkte zur Verfuegung.

8. Fertigungsprüfung: 100% Alterungstest

WOWOHCOOL QC-Ingenieure bei der 100%-Alterungstest-Prüfung nach IEC 62368-1, OEM-Sicherheitsfertigung Shenzhen

Jedes Ladegerät aus der WOWOHCOOL-Fertigung durchläuft vor dem Versand einen vierstündigen Volllast-Alterungstest bei 45°C. Dieses 100%-Prüfprotokoll erklärt die Felddefektrate unter 0,1% über alle bisher ausgelieferten Millionen Einheiten.

100% Aging-Test Labor: Jedes Ladegerät durchläuft 4 Stunden Volllasttest bei 45°C | WOWOHCOOL

4-stufiger QC-Prozess

  • IQC (Incoming Quality Control): Eingangsprüfung jedes Bauteils, Stichprobenkontrolle nach AQL 1.0 für sicherheitskritische Komponenten (Trafos, MOSFETs, Sicherungen).
  • IPQC (In-Process Quality Control): Überwachung jeder SMT-Linie, AOI-Inspektion von Lötstellen, Funktionsstichprobe alle 100 Einheiten.
  • FQC (Final Quality Control): 100% Funktionstest, Hochspannungsprüfung (Hi-Pot) bei 1500 V AC für 1 Sekunde, Erdwiderstandsmessung.
  • OQC (Outgoing Quality Control): Verpackungs- und Etikettenkontrolle, Stichprobenprüfung des Transportcartons nach ISTA 3A.
Prüflabor mit Hi-Pot-Test und Funktionsprüfung für Ladegeräte nach IEC 62368-1 | WOWOHCOOL

WOWOHCOOL Werksdaten

UL, CE, FCC, RoHS, Qi2 und UN38.3 in allen Produktlinien zertifiziert. UL 94 V-0-Materialien, 850°C Glühdrahtprüfung, 100% Alterungstest. Felddefektrate unter 0,1% über Millionen ausgelieferter Einheiten seit 2013. ISO 9001 zertifiziertes GaN V Ladegerät-Werk mit eigener R&D-Abteilung (50+ Ingenieure).

FAZIT

Sicherheitszertifizierung ist keine optionale Hürde, sondern Voraussetzung für jeden seriösen Markteintritt. Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz Ladegeräte vertreibt, sollte folgende Mindeststrategie verfolgen:

  • EN 62368-1 + EMV + RoHS als Pflichtbasis (CE-Selbstdeklaration)
  • GS-Zeichen vom TÜV oder VDE als kommerziellen Multiplikator für den Einzelhandel
  • ProdSG-konforme Dokumentation mit deutscher Anleitung und EU-Inverkehrbringer-Adresse
  • Bei GaN-Produkten: zusätzliche thermische Validierung wegen höherer Leistungsdichte
  • Produkthaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckungssumme

Der häufigste Fehler von Importeuren: Zertifizierung erst nach Tooling und Erstcharge anzugehen. Bis das Ladegerät durch UL oder VDE fällt, sind Werkzeuge, Verpackung und Produktionsplan bereits fixiert, durchschnittlich 15.000–50.000 EUR versunkene Kosten pro betroffenem SKU.

„In 10 Jahren Compliance-Beratung habe ich Dutzende Importeure erlebt, die Zertifizierung als letzten Schritt behandeln, und dann sechsstellige Summen in Nacharbeit und Lagermiete versenken," warnt Nina Nico. „Die Prüfstelle gehört an den Anfang des Designprozesses, nicht ans Ende."

Ein erfahrener OEM-Partner bindet die Prüfstelle bereits in die Designphase ein, das verkürzt den Pfad von 20 Wochen auf 6 und spart im Schnitt 30–40 % der Gesamtzertifizierungskosten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen IEC 62368-1 und EN 62368-1?

IEC 62368-1 ist der internationale Standard der IEC, EN 62368-1 ist die europäisch harmonisierte Version. Für den deutschen Markt ist EN 62368-1 relevant, sie ist im EU-Amtsblatt gelistet und begründet die Konformitätsvermutung fur die CE-Kennzeichnung. Inhaltlich sind beide Versionen identisch.

Ist das GS-Zeichen für Ladegeräte Pflicht?

Nein, das GS-Zeichen ist freiwillig. Es bietet jedoch erhebliche Vorteile: geprüfte Sicherheit durch unabhängige Stellen (TUV, VDE), stärkeres Vertrauen bei Retail-Partnern und Endkunden, und Entlastung des Importeurs im Produkthaftungsfall nach ProdSG §4.

Was bedeutet UL 94 V-0 für Ladegerät-Gehäuse?

UL 94 V-0 ist eine Brandschutzklasse für Kunststoffgehäuse. Das Material muss innerhalb von 10 Sekunden selbstverlöschend sein und darf nicht brennend abtropfen. Für DACH-Hotels mit Brandschutzauflagen (MBO §41) ist V-0 faktisch unverzichtbar.

Was passiert ohne CE-Kennzeichnung bei einer Marktüberwachung?

Die Marktüberwachungsbehörde kann ein Vertriebsverbot, einen verpflichtenden Rückruf oder eine Produktbeschlagnahme verhängen. Bußgelder bis 100.000 EUR sind möglich. Der Importeur haftet persönlich, nicht der Hersteller in China.

Was ist der Unterschied zwischen IEC 62368-1 und der alten IEC 60950-1 fur Importeure?

IEC 62368-1 hat IEC 60950-1 (IT-Geräte) und IEC 60065 (AV-Geräte) vollständig abgelöst. Der zentrale Unterschied: 62368-1 arbeitet mit dem HBSE-Prinzip (Hazard-Based Safety Engineering) statt pauschalen Grenzwerten. Seit Juli 2024 werden Ladegeräte mit IEC 60950-1-Zertifikat an der EU-Grenze zurückgewiesen. Importeure müssen sicherstellen, dass ihre Produkte die 62368-1-Prüfung bestanden haben. WOWOHCOOL liefert alle Ladegeräte mit aktuellem IEC 62368-1-Prüfbericht.

Nina Nico, Sales Managerin -- OEM/ODM & Compliance Expertin bei WOWOHCOOL
Nina Nico Autorin

Sales Managerin - Compliance Expertin - 10+ Jahre Erfahrung

Sales Managerin bei WOWOHCOOL mit 10+ Jahren Erfahrung in OEM/ODM-Compliance. Spezialisiert auf IEC 62368-1, GS-Zertifizierung und EU-Produktsicherheit fur den DACH-Markt.

Factory Footprint

5.000 m²

ISO 9001 zertifiziert

Seit 2013

Shenzhen, China

50+

Exportlander

50+ F&E

Ingenieure im Haus

IEC 62368-1-zertifizierte Ladegeräte -- OEM ab 500 Stück

CE, GS, UL 94 V-0 konform. Alle Prüfberichte inklusive. Angebot in 24 Stunden.

Sicherheitskonform
in den DACH-Markt

Fordern Sie Ihr individuelles OEM-Angebot für CE- und GS-konforme Ladegeräte an. Wir liefern EN 62368-1, EMV und RoHS-Dokumentation inklusive.

Oder rufen Sie uns an: +86-186-2078-9739

Chat auf WhatsApp